Projektbeschreibung

Material Advanced Recovery Sustainable Systems (MARSS)

Im Rahmen eines von der EU (Life-Plus-Programm) geförderten Projektes erprobt die RegEnt GmbH auf dem Gelände des Entsorgungs- und Verwertungszentrums (EVZ) Mertesdorf ein innovatives Verfahren zur Herstellung von organischen Brennstoffen aus Siedlungsabfällen. Am Projekt beteiligt sind weiterhin die RWTH Aachen (Koordinator), pbo GmbH, die Universitá degli Studi di Napoli und die Universitat Autónoma de Barcelona.

In der Demonstrationsanlage mit einem Durchsatz von 10 t/h soll gezeigt werden, dass der biogene Anteil von Siedlungsabfällen (bis zu 50 %) technisch erfolgreich getrennt und als erneuerbare Energiequelle in Form eines klimaneutralen Brennstoffs genutzt werden kann.

Eine Lebenszyklusanalyse sowie eine Untersuchung der sozio-ökonomischen Auswirkungen ermöglicht eine ganzheitliche Bewertung dieser innovativen Technologie.

Länderspezifische Fallstudien für Italien, Spanien, Großbritannien, Griechenland und die Tschechische Republik ermöglichen Aussagen zur Akzeptanz des Verfahrens sowie zur potenziellen Verwendung der Biomasse-Brennstoffe in diesen Ländern.

Für Neapel und Umland wird zusätzlich eine tiefergehende Untersuchung einer möglichen kommerziellen Anwendung des MARSS-Verfahrens durchgeführt.

Das MARSS-Projekt bietet verschiedene direkte und indirekte Vorteile für die Umwelt:

  • Verminderung schädlicher Treibhausgase
  • Verminderung der Ablagerung von organischen Abfällen auf Mülldeponien
  • Verminderung der Ablagerung von wertvollen Metallen und anderer verwertbarer Stoffe auf Mülldeponien
  • Möglichkeiten der Strom- und Wärmeerzeugung in kleinen dezentralen Blockheizkraftwerken (BHKW-Anlagen)
  • Vermeidung von Verschmutzungen der Böden und des Grundwassers in Deponien europaweit

Teilweise gefördert von der EU im Life-Plus-Programm
 

Projektdauer: 09/2012–12/2015
Projektbudget: 4.154.933 €
EU-Anteil: 2.073.727 €
Projektort: EVZ Mertesdorf, Rheinland-Pfalz